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Staat – Kommunikation in Führung

Was ist Mediation?

Mediation ist ein klar strukturiertes Konfliktlösungsverfahren, in dem ein neutraler Dritter (Mediator) ohne inhaltliche Entscheidungsbefugnis die Konfliktparteien dabei unterstützt, eigenverantwortlich rechtsverbindliche Lösungen zu finden. Das Ergebnis entwickeln beide Konfliktparteien miteinander – so haben konstruktive, kreative und neue Lösungswege eine echte Chance!

Vorteile der Mediation

Durch klare Strukturen ermöglicht die Mediation eine Lösungsfindung, die die Beteiligten in ihrer emotional aufgeladenen Situation selbst bisher nicht finden konnten. Die selbst entwickelten Lösungen, bei denen die wahren und wirklichen Interessen der Beteiligten in die Lösungen einbezogen werden, sind tragfähiger und nachhaltiger als von Fremden diktierte Entscheidungen (wie z. B. Richter- oder Schiedssprüche).

  • hohe Erfolgsquote (80 %)
  • Schnelligkeit (dauert meist nicht länger als einen Tag)
  • Vertraulichkeit und Diskretion (keine Öffentlichkeit !)
  • klar strukturiertes Verfahren zur Konfliktlösung
  • hohe Transparenz für alle Beteiligten
  • Interessen im Fokus
  • Freiwilligkeit
  • örtlich ungebunden
  • ergebnisoffen

Ablauf einer Mediation

  1. Nach der Kontaktaufnahme findet ein Erstgespräch über den zugrunde liegenden Konflikt und über den Inhalt des Mediationsvertrages statt. Die Parteien einigen sich auf eine Mediationsordnung. Ich empfehle die TENOS-Mediationsordnung.
  2. Anschließend erfolgt die Sammlung, Gewichtung und Festlegung der Reihenfolge der Themen, Interessen und Bedürfnisse, die in der Mediation berücksichtigt werden sollen.
  3. Es folgt eine freie und unverbindliche Sammlung von Lösungsideen. Dies gelingt gut, weil dabei wegen des Verhandelns hinter verschlossenen Türen keinerlei Rücksicht auf Öffentlichkeit oder Dritte genommen werden muss.
  4. Eine erfolgreiche Mediation schließt mit einem Verhandlungsergebnis ab, das in einem Abschlussprotokoll festgehalten, von allen Beteiligten unterschrieben und ihnen direkt ausgehändigt wird.

Für welche Anlässe eignet sich Mediation?

  • Wenn Vertraulichkeit/ Diskretion erforderlich sind (z.B. in Arzt – Patienten – Verhältnissen).
  • Wenn man sich die Dauer von Gerichtsverfahren (oft sind das Jahre) ersparen will oder sich die damit verbundene Bindung von Mitarbeiterkapazitäten oder auch den emotionalen Stress nicht leisten möchte. (direkte / indirekte Kosten)
  • Wenn man sich ein Ergebnis wünscht, das Bestand in der Zukunft haben soll.
  • Wenn man nicht einfach auseinanderlaufen kann, sondern auch künftig miteinander arbeiten, auskommen, kooperieren muss oder möchte.
  • Wenn Sie selbst bestimmen möchten, wie Ihr Konflikt gelöst werden soll.

Dies ist besonders häufig der Fall, …

  • bei innerbetrieblichen Konflikten (Abteilungsreorganisationen, persönlichen Differenzen innerhalb von Betriebseinheiten),
  • bei Auseinandersetzungen von Gesellschaftern untereinander,
  • bei Unternehmenszusammenschlüssen (Fusionen)
  • wenn Personalverantwortliche effizient und lösungsorientiert eingreifen möchten,
  • bei Streitigkeiten um ein Bauwerk
  • bei Erbauseinandersetzungen und Familienstreitigkeiten
  • Arzt – Patienten – Verhältnisse

Wie lange dauert eine Mediation?

Eine Mediation dauert durchschnittlich einen Tag. Bei komplexen Fällen mit vielen Beteiligten sind mehrere Sitzungen und ein längerer Zeitraum erforderlich.

Was kostet eine Mediation?

Die Kosten für eine Mediation richten sich nach der Dauer und der Komplexität des Einzelfalls und liegen bei 300 – 500 € pro Stunde. In der Regel erfolgt eine Vergütung nach Stundensätzen, die vor Beginn mit allen Seiten abgesprochen und vereinbart werden. Jede Partei zahlt davon einen vorher abzusprechenden gleichen Anteil als Vorschuss ein. Auslagen für beispielsweise einen anzumietenden Raum, Reisekosten des Mediators an einen von den Parteien gewünschten Ort oder ähnliches kommen hinzu.

Orangenbeispiel oder die WIN-WIN-LÖSUNG

Zwei Leute stehen auf dem Markt am Obststand. Es gibt nur noch eine Orange, die beide kaufen wollen. Der Verkäufer versucht zu schlichten. Was wird er tun? Vermutlich vorschlagen, die Orange zu teilen. Diese scheinbar gute, weil auf den ersten Blick „gerechte“ Lösung stellt sich nach einer Mediation anders dar.

Der Mediator würde die beiden fragen, was ihr Interesse an der Orange ist und was jeder damit zu tun beabsichtigt. Der eine kann dann erklären, dass er die Schale für einen Kuchen benötigt. Der andere kann klarstellen, dass er den Saft trinken möchte. Eine gemeinsame Lösung liegt also auf der Hand – einer kann die Schale nehmen und die abgeschälte Orange dann dem anderen für seinen Saft überlassen. Den Bedürfnissen beider kann man gerecht werden - beide können gewinnen, ohne dass einer verliert!

Diese Lehrbuchgeschichte zeigt in einem idealen Beispiel den Vorteil der Mediation - im Erfolgsfall sind alle Beteiligten Gewinner (WIN-WIN-Lösung)!

Kersten E. Staat hat die Bedingungen laut Zertifizierungs-Verordnung (ZMediatAusbV vom 21.08.2016) erfüllt und kann ab dem 22. September 2017 die neue Bezeichnung „Zertifizierter Mediator“ führen.

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