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Staat – Kommunikation in Führung

Moderation von Konflikten im Team

Konflikte sind bei erster Betrachtung natürliche funktionale Vorgänge einer auf Dauer angelegten Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern einer Gruppe. Sie treten als regionale Störungen in Erscheinung, deren Effekte helfen, die am Teamprozess Beteiligten auf eine gemeinsame Aufgabe hin zu refokussieren. Misslingt jedoch die Auflösung eines Konfliktes, so läuft er Gefahr, für das Team eine dysfunktionale Wirkung zu entfalten.

Diese Konflikte bedürfen einer externen Moderations- und Klärungshilfe, denn sie sind in ihrem eskalierten Charakter wie ein „Schwarzes Loch“, das die Teamenergie ansaugt und bindet.

Woran erkenne ich, dass ich es mit einem dysfunktionalen Konflikt zu tun habe, der eine externe Moderation erfordert?

Ähnlich wie bei einem „Schwarzen Loch“ kann man die Auswirkungen oft zunächst nur indirekt beobachten:

  • Störungen des Teamklimas ( z.B. Vermeidungsverhalten, latente oder offene Aggressivität)
  • Überlastungsreaktionen ( z.B. Erhöhung des Krankenstandes)
  • Leistungs- oder Teilleistungseinbuße ( z.B. sinkende Performance, Kundenbeschwerden).

Bewegt man sich im Konfliktfeld in Richtung Zentrum, treten die Eigenschaften der Dysfunktionalität noch deutlicher hervor:

  • Die zum Betreiben, Unterhalten und Ausweiten des Konfliktes nötige Energie fesselt die Konfliktparteien und bestimmt die Handlungsprioritäten (Konfliktfokussierung).
  • Durch die Verstärkung der Konfliktwirkung wird das Umfeld mit in das Geschehen einbezogen. Das Team, die Führungskraft und ggf. weitere Beteiligte werden als System dezentralisiert und gleichsam durch die Gravitationskraft des dysfunktionalen Konfliktes gebannt.

Auf welchen Prinzipien ruht nun die externe Konfliktmoderation und wie kann sie helfen, die Lage zu klären und wieder neu zu stabilisieren?

  • Sie weiß um die typischen Verzerrungen der Selbst- und Fremdeinschätzung der Beteiligten.
  • Sie vollzieht sich vor dem Horizont einer auf Verantwortung, Vertrauen und Respekt gegründeten Zusammenarbeit.
  • Sie stützt sich auf das Lösungsinteresse derjenigen, denen es um eine verlässliche Fortsetzung der Teamarbeit geht.

Externe Konfliktmoderation interveniert im dysfunktional gewordenen Konflikt, in dem sie die inhärent wirkenden Kräfte aufspürt und neu ausrichtet. Die Beteiligten selbst gestalten dabei ein für sie wieder tragfähiges Gefüge im wechselseitigen, professionell moderierten Austausch und zwar unabhängig davon, ob am Ende Konsens, Kompromiss, Akzeptanz oder Trennung stehen. Konfliktmoderation ist bei diesem notwendigen Prozess der Aufarbeitung eine Art „Zeitreise“, eine analytische Verlangsamung der Motiv- und Interessengeschichte der Beteiligten, über die schließlich ein neues Referenzsystem, eine neue Gewichtung der Situation aufgebaut wird. Sie wird deutlich in einem - auf die Zukunft gerichteten - Verständnis der Lage. Damit führt sie gleichzeitig zu einem „Durchgängigmachen“ des „Schwarzen Lochs“, so dass Informationsblockaden im Team aufgelöst und die Bindungsenergie des Konfliktes wieder für die Teamkreativität freigesetzt werden kann.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Situation im Team einer externen Moderation bedarf, sprechen Sie mich gerne an!

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